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Bresin Kr. Lauenburg Pom.

"Wo sanfte Hügel reihen sich um ein grünes Tal,

am Turm die Dohlen schreien zum trauten Glockenschall,

am Bache dort im Grunde mein Dörflein träumt dahin:

Auf weiter Erdenrunde bleibst du doch mein Bresin."

 

 Haben Sie Fragen oder Anregungen? Dann rufen Sie mich bitte einfach an. Ich spreche  sehr gut  deutsch.Tel: 0048 888 602 194    

Nehmen Sie gern Kontakt zu mir auf auch per Email: mariuswicko@interia.pl

WhatsApp +48 888602194 (kostenlos)

Machen Sie Urlaub in Polen oder sind Sie geschäftlich unterwegs? Brauchen Sie Hilfe beim Dolmetschen oder in Archiven? Ich kann Sie auch von Kolberg oder dem Danziger Flughafen abholen, und Ihnen die Region zeigen.

Es ist möglich alle Namen aus der Geschichte von Bresin zu beschaffen ,wenn die Angaben noch irgendwo vorhanden sind. Auch die offizielle von dem Standesamt .

  1. Arndt Henriette (STARb3/76))

  2. Bernart (BGA)

  3. Behnke Julius (BHB)   

  4. Bewersdorf Max  (A.V) 

  5. Binatius Martin (MRZ)

  6. Boyke Karoline(GG/2)

  7. Burow Adeline (GG34)

  8. Christoffer Walter (BHB) (A.V)  , Eduard ( GLH)  

  9. Czaja Paul (A.V) 

  10. Damröse Maria (BHB) ,  Friedrich , Paul ,( GLH) Johanna ,Martha ,Karl ( SBRs 42/00)      Karoline (SBR s 44/00)

  11. Dannenberg Margarete  (A.V) 

  12. Draheim Ernst (BHB)  Walter (A.V)   

  13. Dunst Frieda  (BHB)  Paul   ( GLH)  Eva und August (A.V) 

  14. Ebel Constantia (MRZ)

  15. Fett Ida (SBRa16/05)

  16. Fischbach Paul (A.V)  ,Günther (MRZ)

  17. Fritz Georg ( GLH) 

  18. Frosch Hermann( GG66)

  19. Gadde Bruno (BHB)  Charlotte ,Margarete (A.V) (GG86)

  20. Goli Michel (BGA)

  21. Granzin Theodor  ( GLH)  

  22.  Greinke Ewald

  23. Grubbe Simon (BGA) 

  24. Hardtke Hugo (BHB)    Karl (A.V) Elisabeth (SBR s 25/00)

  25. Henningk Jürgen (BGA)

  26. Horn Willy ,Karl (BHB)  Erika (A.V)

  27. Isler Adolf,Richard ,Karoline (GG/2)

  28. Jeske Jürgen (BGA)

  29. Jeschke Otto (A.V)  Adeline (GG28)

  30. Kamin Wilhelm ,Hedwig ,Helene (SBRa30/05) Gustav ,Emilie ,Meta (SBRa85/05)

  31. Kossel Martha (LUSC80/21)

  32. Krause Alvine (SBRa1/05)

  33. Krutz Robert ,Emilie (GG172)

  34. Kunkel Hedewig (SBRa30/05)

  35. Kiewat Albert  (BHB) Magdalene (AE)

  36. Klapa  Simon (BGA)

  37. Klotz Eduard     (A.V) Knack Johanna (SBRs 42/00)

  38. Kniebel Johanna (SBRh2/00)

  39. Kolodzick Otto  ,Berta ,Kurt (KKB t 67/31)(A.V) 

  40. Kornack Martha (A.V)  

  41. Kuptz Johann ,Hermine ,Elisabeth(SBR s 41/00)

  42. Krutz Karl  (A.V)  

  43. Lestin Hermann ,Willy (A.V) 

  44. Lietzow Erich  (BHB) Elisabeth (A.V) Karl ,Gertrud ,Matilde (SBR s17/00),(SBR s 44/00) Theodor ,Minna ,Berta (G29.),Heinrich (G32.) Erich ,Karl ,Wilhelm ,Mathilde

  45. Lindenberg Otto ( GLH)  Familie (A.V)  Karolione (G47.) Julius ,Walter (G124.)

  46. Loose Frieda  (A.V) 

  47. Löwenstein Louis (G15/)

  48. Lützow Albert (BHB)   Ida ,Else (SBRa59/05)

  49. Manzey Max  (A.V) 

  50. Marten Adolf ,Hermine ,Erna (SBRa70/05)

  51. Meier August ,( GLH) Henriette,Emilie  (STARb 3/76)

  52. Meyer Friedrich ( GLH) Hermann ,Ida,Otto (SBRa16/05) Meta (AE20)

  53. Milz Albert, Anna ,Gustav,Theodor (A.V)  (BHB) Martin (SBR c 44/00) Hermine (SBRa1/05) Ida (SBRa59/05) Hermine (SBRa70/05) Emilie (SBRa85/05) Johanna ,Wilhelm (STARc32/02) Adolf ,Hermine (GG27)Adeline (GG28) Hermann ,Justine (GG30) ,Karl ,Adeline (GG34) Martha (LUSC80/21)

  54. Nagorsen  Berta (GG16)

  55. Nagorsim Stanneke (BGA)

  56. Niemuth Otto  (A.V) 

  57. Panschoch August ,Margarete ,Emilie (SBR c 7/00) Wilhelm (SBRc 12/00)

  58. Pardeyke Ottilie(GG17)

  59. Pedosenko Lidia (KJt106/45)

  60. Pergande Franz (BHB)   

  61. Pieper Ernst  ( GLH)  

  62. Quessel Greger ,Thomas (BGA) 

  63. Rach Julius ,Emma ,Max (SBRa41/05)

  64. Raddatz Arthur,(BHB) Helmut   ( GLH)  Auguste   (A.V)  Martha  (A.V) Hermann ,Elisabeth (SBR c25/00) Wilhelmine ,Otto (SBRa83/05)

  65. Reinke Gustav  , Helga, Irene ,Auguste (A.V)  Erich (ZI)Martha (SBRh2/00) Wilhelm,Johann (SBRb2/00)

  66. Rett Alfred (A.V) 

  67. Riß Hermann (A.V)  (MRZ) Hermine (SBR s 41/00) Meta ,Willi,Erna (ZI)

  68. Ritter Henriette (SBR  s 12/00)

  69. Saunitz Matzke  (BGA)

  70. Schardin Hermann (GG40)

  71. Schenkin Jürgen (BGA)

  72. Schipplock Theodor,Berta,Karl ,Ottilie (GG16,17)

  73. Schröder Emma (SBRa41/05)

  74. Schlawin Therese (A.V) 

  75. Schmidt Frieda  (A.V), Schmidt Max (MRZ)

  76. Schuppian Andreas (BGA)

  77. Schulz Alvine (GG13) Ferdinand ,Alvine ,Meta (SBRa1/05) Alvine (SBRa68/05)

  78. Schultz Albert, Richard ( GLH) 

  79. Schuth Else  (A.V) 

  80. Skierke Selma  (A.V) 

  81. Silvester Hermine (SBRg1/05)

  82. Smorcke Peter  (BGA)

  83. Spruth Albert  ( GLH) 

  84. Suhr Emilie (SBR s 24/00)

  85. Täpke Paul  (A.V)

  86. Technow Laura (BHB) Erwin und Mutter  (A.V)  Reinhold ,Martha ,Marie (SBR 41\04)

  87. Trippler Paul      (BHB)  Martha (SBRh2/00) Paul ,Alvine (GG13)Paul ,Alvine ,Elisabeth (SBRa68/05)

  88. Twardokus Paul,Ulrich Hans     (BGA)

  89. Zessin Justine (GG30)

  90. Zielke Mathilde (SBR s 17/00) (G40.)

  91. Ziessow Henriette (SBRh2/00)

  92. Wenzlaff Else  (A.V) 

  93. Witt Minna (G29.)

  94. Woiceschke Emilie ,Hugo  (SBR s7,8/00)Friedrich ,Henriette (SBRh2/00),Rudolf ,Auguste (GG5)

  95. Woitha Bertha (GG33)

  96. Wolske Leopold ( GLH)

  97. Wrosch Eduard(GG2) ,Hermann ,Ida (Krueger),Auguste (Lindenberg)(GG1)

  98. Wussow Eduard ,Emilie

 

 Fotos ,Geschichte und Erinnerungen :

BRZEŹNO LĘBORSKIE WIDOK WSI

                                  Luftaufnahme Bresin Kreis Lauenburg Pommern.

kościół w Brzeźnie Lęborskim

       Die alte  fachwerkkirche Kirche in Bresin Kreis Lauenburg Pommern.

KOŚCIÓŁ W BRZEŹNIE LĘBORSKIM

                                        Die neue Kirche in Bresin Kreis Lauenburg Pommern.

Bresin Kirchenvisitation

Bresin 1927.

Taufengel von Breisien 11724.

Der Taufengel von 1724.

derkirchensiegel von Bresin kreis lauenburg pommern

Siegel der Kirche zu Bresin 1900.

der kirchensiegel von Bresin kreis lauenburg pommern

Kirchensiegel-Siegel Evangelisch- Lutherische Kirche in Bresin.

der kirchensiegel von Bresin kreis lauenburg pommern 1800

Der Kirchensiegel 1800.

Bresin Kirchenvisitation 1927

Bresin 1927.

szkoła  wbrzeżnie lęborskim

                     Die alte  Schule in Bresin ehemals Kreis Lauenburg Pommern.

gospoda Meyera

               Gasthaus Meyer ,später Ewald Greinke,und Max Schmidt.

Bresien  kraeis Lauenburg das Haus der Familie Gadde

Bauernhof der Familie Gadde .

ung von Leonardos Abendmahl, der fliegende Engel und die drei Apostelstatuen (Petrus, Johannes, Paulus) schmückten auch die neue Kirche, die von alten, mächtigen Linden überragt wird. Am 10. März 1945 brachen die Schrecken des Krieges auch über das schöne Gotteshaus herein: Der Altar wurde zerschmettert; Maschinenpistolenschüsse hatten die Mosaikfenster mit Christuskopf im Altarraum durchlöchert, die schöne Orgel war ein Trümmerhaufen. Das Altarbild und die Apostelstatuen lagen im Straßenschmutz, nachdem Panzer darübergerollt waren. Der fliegende Engel im Altarraum konnte aber nicht heruntergeholt werden. Die alte Steinmauer an der Kirche, eine Zierde des Dorfes, wurde täglich von den Panzern auf ihre Festigkeit geprüft und behinderte bald den Straßenverkehr. In der Kirche stand ein Filmapparat. Aber die verängstigten Dorfbewohner mieden die Vorführungen. Noch einige Male versammelte sich die übrig gebliebene Bresiner Gemeinde in ihrem Gotteshaus, leider ohne Pfarrer, dann wurde es von den Polen übernommen. Aus Bresin wurde Brzezno.  »Wo sanfte Hügel reihen sich um ein grünes Tal,  am Turm die Dohlen schreien zum trauten Glockenschall,                                                                                                                  am Bache dort im Grunde mein Dörflein träumt dahin:  Auf weiter Erdenrunde bleibst du doch mein Bresin.

Der Hof von Bauer Hermann Riß (Autor der AK ist Paul Fischbach)

 Bresiner Mühle:

Bresiner Mühle

 

BRZEZIŃSKI MŁYN

Bresiener Mühle .Besitz der Familie Technow.      

Bresin im „Blauen Ländchen" Das Schicksal des Gotteshauses dieses alten pommerschen Dorfes .
Paul Fischbach

Eins der drei ältesten Dörfer des „blauen Ländchens" ist das Kirchdorf Bresin. Neben Belgard und Neuendorf wird es bereits 1284 in einer Urkunde genannt und gehörte zur Herrschaft Goddentow. Im Jahre 1311 übernahm der deutsche Ritterorden das Lauenburger Land und besetzte Bresin, bis dahin eine wendische Siedlung, mit 2 Freischulzen und 12 Bauern. Das DoppelOrdensdorf bekam Kirche und Schule. Als die Reformation im „blauen Ländchen" Eingang fand, wandten sich die Bresiner geschlossen der neuen Lehre zu und übernahmen auch das Gotteshaus mit Schule.
Im schwedisch-polnischen Kriege hatte die Bevölkerung von Bresin unter den fremden Truppen arg zu leiden. Vier Bauernhöfe wurden niedergebrannt und die Bauernfamilien vertrieben oder getötet. Der Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg ließ sich in diesem Kriege seine Ansprüche auf die Lande Lauenburg und Bütow zuerst 1656 durch die Schweden und 1657 durch die Polen bestätigen.
Im Jahre 1658 wurden die gewonnenen Lande übernommen. Auf die Gerechtigkeitsliebe des Kurfürsten vertrauend, forderte jetzt die katholische Pfarre in Lauenburg die Rückgabe der einst katholischen Ordenskirche und der dazu gehörigen Ländereien. Vergeblich kämpften die Bresiner um ihr altes Gotteshaus. Sie mussten ihre Gottesdienste im Freischulzenhause abhalten. Aber der Kurfürst übereignete den Bresinern einen „wüsten" Bauernhof von etwa 300 Morgen, der evangelisches Pfarrgrundstück wurde.
Um 1700 erbauten sich die evangelischen Bresiner eine eigene Kirche und überführten das Altarbild, drei fast lebensgroße Apostelstatuen und einen fliegenden Engel aus der alten Ordenskirche in das neue Gotteshaus. Die Ordenskirche wurde noch einige Jahre von den Katholiken benutzt, dann geschlossen, im Jahre 1856 abgebrochen und die dazu gehörenden Ländereien, Plebanie, verkauft. Im Jahre 1805 ersetzten die Bresiner das baufällig gewordene evangelische Gotteshaus, nur Gebetshaus genannt, durch einen mächtigen Fachwerkbau mit Holzturm und großer Orgel.
Nach 100 Jahren war auch dieses Gotteshaus baufällig geworden. Unter Pfarrer Rohde (später Oberpfarrer in Lauenburg) erhielt die Gemeinde Bresin im Jahre 1912 ein Gotteshaus im gotisch-romanischen Stil mit einem 36 m hohen Turm und drei Glocken. Es ist die größte Landkirche im Kreise Lauenburg. Das mit Holzschnitzereien gezierte Altarbild, eine Nachbildung von Leonardos Abendmahl, der fliegende Engel und die drei Apostelstatuen (Petrus, Johannes, Paulus) schmückten auch die neue Kirche, die von alten, mächtigen Linden überragt wird.
Am 10. März 1945 brachen die Schrecken des Krieges auch über das schöne Gotteshaus herein: Der Altar wurde zerschmettert; Maschinenpistolenschüsse hatten die Mosaikfenster mit Christuskopf im Altarraum durchlöchert, die schöne Orgel war ein Trümmerhaufen. Das Altarbild und die Apostelstatuen lagen im Straßenschmutz, nachdem Panzer darübergerollt waren. Der fliegende Engel im Altarraum konnte aber nicht heruntergeholt werden. Die alte Steinmauer an der Kirche, eine Zierde des Dorfes, wurde täglich von den Panzern auf ihre Festigkeit geprüft und behinderte bald den Straßenverkehr. In der Kirche stand ein Filmapparat. Aber die verängstigten Dorfbewohner mieden die Vorführungen. Noch einige Male versammelte sich die übrig gebliebene Bresiner Gemeinde in ihrem Gotteshaus, leider ohne Pfarrer, dann wurde es von den Polen übernommen. Aus Bresin wurde Brzeźno.

Schutzenverein Bresin

Schutzenfest in Bresin.

Am Silberband der Küssow Bresin, eines der ältesten Bauerndörfer im Kreise Lauenburg
Günther Fischbach
Wer aus der Kreisstadt Lauenburg die Danziger Straße hinauf am Schwanenteich vorbei, dann links abbiegend noch zehn Kilometer in nordöstlicher Richtung weiterfuhr, der erreichte über Kamelow und Küssow eines der ältesten Bauerndörfer des Kreises Lauenburg. Das war Bresin, auf platt „Breisow" genannt. Es lag in abwechslungsreicher Hügel- und Moränen- landschaft. Zur Linken blitzte das silberne Band der Küssow herauf, das immer wieder einmal im dichten Grün des Talgrundes verschwand und dann wieder auftauchte, wenn sich die Erlen lichteten. Kurz vor Bresin machte man gern in der Bresiner Mühle Rast, wo die Müllersfrau Teichow zu einer Tasse Kaffee einlud, wo man die Mühle besichtigen konnte mit ihrem geheimnisvollen Rauschen des Wassers und dem gleichmäßigen Hämmern der Walzen- stühle und wo man draußen am Wehr Forellen angeln konnte. Durch das kristallklare Wasser sah man sie unten auf dem Bachgrund stehen.
Doch zurück zur Hauptstraße. Sie wurde von einem dichten Birkenwäldchen begleitet, und hier lag der Bresiner Sportplatz. Von vielen schönen Festen kann dieses Birkenwäldchen erzählen! In jedem Sommer kamen die Festzüge vom Dorf her hier anmarschiert, und dann wurden hier die Wettkämpfe ausgetragen, oder die Schützen schossen ihren König aus. In den dreißiger Jahren stand der Bresiner Sportverein ganz auf der Höhe, als er einmal im Handball Kreismeister wurde.
Der Sportverein setzte sich zusammen aus jungen Bauern, Arbeitern, Handwerkersühnen und Lehrersühnen. Sie alle zusammen bildeten eine feste Kameradschaft, die sich noch viele Jahre später bewährte. Zudem gab hier der Sport einen gesunden Ausgleich zu schwerer körperlicher Arbeit und zum Arbeitsalltag. Er war keine Massensensation, wie es Fußball und Boxen heute geworden sind. Bresin hatte eine große Kirche. Ihr breiter Turm schaute weit hinein ins Land. Lehrer Fischbach war hier jahrelang der Organist. Mehrere Dörfer gehörten zu unserer Kirchengemeinde.
In Bresin wohnten alteingesessene Bauerngeschlechter. Die Namen wie Milz, Lestin, Christopfer, Raddatz, Lietzow, Behnke, Dunst, Draheim und Domröse gehörten zum Dorf. Bei Hochzeiten kamen manchmal 60 bis 80 Gäste zusammen, die festlich bewirtet wurden, und dann sah man den Reichtum dieser Gemeinde. Der Alltag aber war vom frühen Morgen bis zum späten Abend mit schwerer Arbeit in Hof und Feld ausgefüllt. Denn der Boden war nur mittel bis leicht, es gab keinen fetten Weizenboden, und dieser Boden musste in unermüdlicher Arbeit in Kultur gehalten werden. Was ist aus diesem fleißigen Bauernvölkchen geworden! Sie sind heute in alle Winde zerstreut. Unsere Bauern haben in Schleswig-Holstein, in Niedersachsen und bei Lübeck eine neue Heimat gefunden. Dort haben sie Wirtschaften gepachtet, und die jüngeren haben hier und da eingeheiratet. Viele Bauern aber bemühen sich noch um ein neues Stück Land, ohne das ein bodenständiger Bauer nun einmal nicht leben kann.

 

  Aus dem  Buch "Ein Kleines stück  Acker " . Werner Totzke

Die Kirche. ein großer roter Backsteinbau mit hohen verzierten Fenstern und einer mit schweren Beschlägen versehenen Eingangstür aus Eichenholz, war durch den hohen Turm. der über die Dächer der anderen Häuser ragte, schon von weitem sichtbar. An der einen Seite befand sich eine von Sträuchern umgebene Rasenfläche, die den Pferdegespannen als Parkplatz diente. Für diesen Zweck waren in die Kirchwand Ringe eingemauert. Sicher gab es Pferde. die dort angebunden ohne Aufsicht gelassen wurden. Doch unsere wären wohl in der nächsten halben Stunde nicht mehr zu finden gewesen. In der Regel blieb deshalb jemand von den Kirchenbesuchern auf dem Platz. um die Tiere zu beaufsichtigen. Der Innenraum der Kirche. der im unteren Teil drei Sitzreihen und an einer Längsseite sowie gegenüber dem Altar eine Empore hatte, konnte eine Menge Kirchenbesucher aufnehmen. An normalen Sonntagen blieben deshalb ganze Sitzreihen leer. Zu den Festtagen reichte jedoch chten Töne von sich gab. Durch diese Abwechslung fiel uns das lange Stillsitzen beim Gottesdienst nicht ganz so schwer.

 

Die gute Idee(eine Sage)
Ernst Heier
In der Kirche zu Bresin (Kreis Lauenburg in Pommern) hatten die acht Bauern des kleinen Nachbardorfes Pusitz auf der „Männerseite“ eine Bank. An einem sehr kalten Neujahrstage kamen alle acht Pusitzer Bauern in dicken Schafpelzen zur Kirche gefahren. Als sie sich nun setzen wollten, war die Bank zu kurz. Der Schulze meinte, die Bank sei durch die große Kälte zusammengezogen und sie müssten sie auseinanderziehen. Und sie zogen, vier auf der einen, vier auf der anderen Seite, unter dem Kommando des Schulzen mit kräftigen „Ho-Ruck! Ho-Ruck!“ Dabei wurde es ihnen in den Pelzen zu warm, sie zogen sie aus, legten sie beiseite, und weiter ging‘s mit „Ho-Ruck!“ Nach einer Weile versuchten sie, ob das Ziehen genutzt hätte, und siehe, sie hatten alle gut Platz wie sonst.,, Jo“, meinte der Schulze, „wenn eck nich ob disse gaude Idee komen wär, hat wie nich Platz hat.“

 

Die Geschichte bis 1912.

Bresin, Landgemeinde von 447 Einwohnern im Amtsbezirk Schweslin. Der Name des Ortes, der wie alle ähnlich lautenden vom polnischen Brzezno Birkendorf) abzuleiten ist, hat einige Wandlungen erfahren. Er heißt anno 1400 und 1437 Bresin, 1628 Briesen, 1658 Bresen oder Brießen, 1784 Bresen, dann Briesen, heute wieder Bresin; nur der polnische Kirchenschrift steiler Damalewicz gibt noch im Jahre 1642 den Namen Brzezno. Nicht geringe Verwirrung in der Geschichte dieser Ortschaft hat deren Verwechselung mit der am Zarnowitzer See belegenen Ortschaft Brzynno ( heute Reckendorf) angerichtet. So wurde bisher die Verleihung der Ortschaften Bresino und Goddentow im Jahre 1284 an einen Bozey, den Sohn Wittko‘s und Vater eines Witko auf unser Bresin bezogen (Pomm. Urk.= B. S. 339), während anerkanntermaßen die Familie von Wittke in Brzyn bis in die allerneueste Zeit heimisch gewesen ist. Uebrigens unterscheidet auch schon das Komthureibuch ganz scharf zwischen Bresin (Brzesin) und Beschzino ( Brzyn). Der in den Kopenhagener Wachstafeln um das Jahr 1400 vorkommende Johann von Bresen und ganz besonders Wyseke Bronurowicz von Bresen, in dessen Namen wir augenscheinlich wieder einen Wittke oder Witzke zu suchen haben, ist deshalb auf Brzyno zu verweisen. Umgekehrt wird Bresin immer unter den deutschen Bauerndörfern aufgeführt, welche gegen ein Entgelt den Heuschlag in den Niederungen der Leba vorzunehmen ( Danziger Komthureibuch S. 124), oder welche eine gewisse Anzahl von Soymern zu stellen habe ( S.257 Komthureibuch). Sonach tritt der Name unserer Ortschaft zuerst im sogen. Extrakt des Bischofs von Leslau um das Jahr 1400 hervor und wird unter den Kirchen des Dekanates Lauenburg genannt, welche alljährlich eine Mark an den Bischof abzuführen haben (Bresin). Es war ursprünglich fiskalisches Dorf und Privatbesitz der pommerellischen Herzöge, wurde bei Übernahme des deutschen Ordens Ordensdomäne, in polnischer Zeit Amtsdorf, heute königliches Dorf. Schon 1437 hat es vollständig seinen heutigen Charakter. Nach dem Zinsregister dieses Jahres bestand es aus 12 Hufen, von denen jede eine Mark zinste. Zwei Hufen hatten noch bis zum Jahre 1439 Ausstand. Eine Mühle zahlte 3 Mark und 1 Firdung; ein Kretzem zinsete 2 Mark. Nach der Hufenmatrikel vom Jahre 1628 gehörte es zu den Ortschaften des fürstlichen Amtes Lauenburg, umfasste 46 (!) Hufen und hatte 1 Müller und einen Krug (Klempin und Kratz 5. 291 Name Briesen.) - Ähnlich lagen die Verhältnisse nach der Landesaufnahme vom Jahre 1658. Es war in letzter Zeit zurückgegangen, denn es heißt: Briesen auch Brießen ist von altersher bestanden in zwei Schulzen, 12 Bauern, 3 Gärtnern, einem Müller; jetzo aber 2 Arrendatoren, ( Klap und Zaulinke), 5 Bauern (Wand, Tweck, Klein, Knack und Schuhbiock) und 2 Gärtnern ( Wolff und Klopp.) Es hatte 50 Hufen, davon 4 Hufen Kirchenacker, die der katholische Priester genießt und 1 Hufe dessen Küster. Die beiden Schulzen zusammen besitzen 5 Hufen; der eine Schulzenhof ist neulich ganz ausgestorben, neun Hufen mit 3 Bauernhöfen, die im Winter 1656 durch die Polen nebst dem Hasenfeld‘schen Hofe eingeäschert, sind wüste. Ein Bauernhof mit 3 Hufen und einem Gärtner mit 1 Hufe sind bei dem neulichen schwedischen Kriegswesen “wüst geworden“ ec. Abermals 100 Jahre später 1784 ( nach Brüggemann) heißt es, es sei ein königliches Amtsdorf, habe einen lutherischen Prediger, einen Freischulzen, 12 Bauern, unter welchen sich ein Freimann befände, 3 Kossäten, 1 Küster, 1 Büdner, eine Plebanei oder ein dem römisch-katholischen Probste zu Lauenburg gehöriges Ackerwerk, eine zur Plebanei gehörige Kate, 1 Kirchenkate,1 Predigerwitwenhaus,23 Feuerstellen, eine römisch-katholische Kirche und ein zur Lauenburgischen Inspektion gehöriges lutherisches Bethaus, zu welchem die königlichen Dörfer Lanz, Schweslin, Kattschow, Pusitz, 3 Bauernhöfe, 1 Kossätenhof und noch ein Hof in Reckow, sowie die adligen (!) Güter Hohenfelde, Krahnsfelde und Sölinitz, die Meddersin‘sche oder Gundersin‘sche Wassermühle und das adlige Dorf Chmelentz eingepfarrt seien. Die Bresen‘sche Mühle mit einem unterschlägigen Gange hatten die Einwohner der Dörfer Bresen, Kattschow, Lanz zu Zwangsmahlgästen. In Jahre 1905 sitzen daselbst 16 Bauern und 1 Eigentümer ( Leicke, Raddatz 1 und 2, Dunst, Kiewadt, Reinke 1 und 2, Milz 1,2, und 3, Technow, Behnke, Pergande, Lützow, Marten, Draheim und Schulz). Gemeindevorsteher ist der Hofbesitzer Heinrich Milz; ein evangelischer Pfarrer Rhode; Lehrer Totzke, Gastwirt H. Meier.
Die Kirchenverhältnisse des Ortes lassen sich auf das Jahr 1400 zurückführen. Die katholische Kirche führte ehemals den Benediktionstitel St. Margaretha. Das Leslauer Bistum hat diese Kirche beständig unter den katholischen Kirchen des Dekanates aufgeführt und zwar als Brzezno von 1583 - 1848. Als das katholische Kirchengebäude verfiel, ließ der Lauen burger Probst, Domherr von Lniski es im Jahre 1770 neu erbauen. Aber dieser Bau hat nur 80 Jahre bestanden, denn im Jahre 1850 musste er wieder abgebrochen werden und die Gemeinde ward wegen Aufhörens einer katholischen Bevölkerung für erloschen erklärt. Das Kirchengebäude, ein Holzbau und im Innern wohl ausgestattet, zeichnete sich durch einen Kunstvollen Kirchturm aus.
Die Reformation griff in Bresin bereits sehr frühe Platz, denn schon im Jahre 1542 befand sich hier ein Prediger, Namens Ruban; Nachfolger wurde Starost 1658, der sich mit Witwe seines Vorgängers zu einigen hatte ( Thym, S. 40). Im Jahre 1637 wurde die Kirche wie alle Kirchen Königlichen Patronates den Evangelischen wieder entzogen und dieselbe mit der Kirche von Lauenburg uniert. Erst im Jahre 1724*) besaßen die Evangelischen wieder eine Kirche. Die erste Taufe in der neuen Kirche fand am 2. August 1724 statt. Ein Neubau stammte aus dem Jahre 1804; er hat im Jahre 1912 einem architektonisch schönen, geräumigem Gotteshause Platz gemacht.

 

Lauenburger Schicksale wo die vertriebenen Bresiner eine Heimat fanden.

Günther Fischbach
Vom 21. Januar 1945 ab waren die Bresiner eifrigste damit beschäftigt, die Treckwagen für den befohlenen Abtransport der Bewohner herzurichten. Aber schon nach einer Woche wurde der Treck abgeblasen, nicht, weil keine Gefahr mehr bestand, sondern weil Ostpommern durch den Feind in einem Vorstoß bis Köslin schon abgeriegelt war. Der Treck in den Kreis Regenwalde unterblieb, die Bresiner mussten in der Heimat ausharren, bis die asiatische Flut über sie hereinbrach, die Polen alle Bauernhöfe besetzten, Kirche und Schule in Besitz nahmen und bereits im Oktober mit der Vertreibung begannen, die aber erst im Herbst 1946 abgeschlossen wurde. Die Vertreibungszüge brachten die ausgeplünderten, zerlumpten und ausgehungerten Bresiner entweder in das von den Russen besetzte Gebiet (Zone) oder in den Westen Deutschlands. Von den in die Bundesrepublik Gekommenen fanden eine neue Heimat 42 Personen in Schleswig-Holstein, 16 in Niedersachsen, 16 in Nordrhein-Westfalen, 8 in Bayern, 6 in Berlin, 4 in Baden Württemberg, 1 in Rheinland-Pfalz, 1 in Hessen, ferner 1 in der Schweiz, 1 in Frankreich, 1 in Natal (Südafrika). Die in die Ostzone verbrachten Bresiner verteilen sich auf folgende Länder: 44 in Brandenburg, 21 in Mecklenburg, 14 in Sachsen-Anhalt, 6 in Thüringen, 5 in Sachsen, 2 in Pommern (Vorpom.). In der alten Heimat verblieben sind 7 Personen, vermisst werden 13 (Soldaten), 12 sind gefallen. Aus dem Ortsteil Damerow fehlen im obigen Nachweis noch eine Anzahl Bewohner.

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