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Belgard Kr. Lauenburg Pom.

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Verbrigen Sie Urlaub in Polen ,oder sind Sie geschäftlich unterwegs? Brauchen Sie Hilfe beim Dolmetschen, oder in Archiven? Ich kann Sie ,auch von Kolberg ,oder dem Danziger Flughafen abholen, und Ihnen die Region zeigen.

Es ist möglich alle Angaben zu den Namen aus der Geschichte von Belgard  zu besorgen ,wenn die  noch irgendwo vorhanden sind. Auch die offizielle von dem Standesamt .

  1. Archut Hedwig (SBC1/40)

  2. Arndt Max ,Karoline

  3. Behnke Johanne

  4. Bewersdorf Emma / Alvine ,Carl )Paul ,Emma

  5. Beyer Johann ,Maria ,Johannes  Julius /,Johanna Margarethe / Paul /

  6. Biank Martha

  7. Bliss Ernestine

  8. Bischoff Frieda

  9. Blisse Lorenz

  10. Bock Alfred

  11. Boldt Frieda

  12. Bollwig Johann

  13. Brisch Erna

  14. Brischke Johanne

  15. Damerow Greger

  16. Diebler Gustav,Adelione,Maria (LKBa51/97)

  17. Drawz Pauline

  18. Drews Pauline

  19. Döring Inge

  20. Düball Wilhelmine

  21. Ehrhardt Max ,Anna ,Charlotte ,Hans (LKBa68/01)

  22. Elendt Auguste

  23. Engler Berta

  24. Esder Anna (LKBa17/44)

  25. Ewald  Adeline

  26. Floeder Theodor ,Michael ,Dorothea

  27. Floreck Rosa, Karl-Heinz

  28. Gabriel Ernst/Therese/ Helene

  29. Gnadt Matzke / Max

  30. Groinke Hannes

  31. Harthon Henriette

  32. Hasse Maria

  33. Hauschildt Jürgen

  34. Heidenreich Mathilde

  35. Heldt Karl,Helene,Lissa

  36. Herbon August ,Karl ,Rosa,Karl -Heinz (KS156/45)

  37. Hut Greger

  38. Janz Ottto ,Emma

  39. Jantz Otto ,Walter / Erna  (Ziessow)(AEr)

  40. Jasch Paul ,Anna wilfried (LKBa3/44)

  41. Jipp Minna (LKBa17/44)

  42. Juhnke Bernhard ,Emma (LKBh10.03)

  43. Junga Paul ,Marta ,Erika

  44. Kloske Henriette ,Hermine ,Emil/Ernestine ,August ,Heinrich

  45. Klotz Friedrich Johanne ,Minna

  46. Knak Johann / Alvine 

  47. Knoop Otilie ,Theodor

  48. Kolodzick Gertrud (LKBa8/44),Elisabeth (LKBa9/44)

  49. König Fritz/ Erich

  50. Krack Ferdinand ,Johanne,Eduard

  51. Kranz Hedwig

  52. Kranzke Caroloine

  53. Kranzusch Alvine

  54. Krawetzki Julianna

  55. Kreft Emilie

  56. Kröpel Emilie /Ferdinand ,Johanne ,Carl

  57. Krüger Carl ,Adeline ,Bertha  Ernestine ,Carl

  58. Küwert Ferdinand ,Wilhelmine ,August ,Helene

  59. Lenz Dorothea

  60. Lietzow Emma (LKBh10/03)

  61. Lüpke Johannes,Elisabeth ,Georg Mech Auguste,Julius, Gustav  Emilie ,Emil 

  62. v.Maares Friedrich ,Olga ,Katharina 

  63. Matzkows Erich ,Gertrud,Hans-Peter (LKBa8/44)

  64. Moldenahuer Johann

  65. Much Albertine ,Auguste,Franz

  66. Müller Julius ,Emilie,Max

  67. Nagel Emil,Martha,Manfred (LKBa22/44)

  68. Nastke Adeline (LKBa51/97)

  69. Nörenberg Martin

  70. Palinske Paul /Paul , Erna ,Siegfried  /Eduard  ,Anna geb.Bock (G21)

  71. Palenske Heinrich

  72. Palm Jaruen

  73. Panzer Gustav,Hermann (LSc5/37)

  74. Papke Kurt,Elisabeth ,Grtrud (LKBa9/44),Irma (LKBa18/44)

  75. Pethke Auguste

  76. Pluntzke Hans 

  77. Pomrehn Kuhno

  78. Priebe Johann

  79. Prieske Anna /Fritz ,Anna,Gunther

  80. Radiske Bernhard ,Hedwig ,Maria

  81. Rach Hermann ,Fritz ,Johanne (LKBa54/97)

  82. Redtkle Albertine ,Hermann

  83. Redemske Otto

  84. Reschke Helmut,Frieda,Fritz

  85. Riedel Amalie ,Emile

  86. Reimann Valentin,Auguste ,Gertrud

  87. Rüttimann Heinrich ,Mathilde,Maria /Max

  88. Schankin Gustav ,Emilie ,Theodor /Anna,Christian

  89. Schild Hermann ,Anna (LKBh10/02)

  90. Schultz Paul

  91. Schulz Georg,Auguste,Gunter

  92. Schumacher Ewald /  Paul

  93. Schwarz Henriette

  94. Schroeder Louis ,Pauline /,Franz Anna/Hermann,Auguste,Ernst

  95. Seidel Anna (LKB68/01)

  96. Sielaff Ernestine /Liesbeth

  97. Sonntag Ernst (LSc12/34)

  98. Stange Alwine, Hermann,Laura  Anna,Marie

  99. Steinke Helene

  100. Stoike

  101. Taube Anna / Hermann ,Liesbeth,Hubert

  102. Tilly Emilie

  103. Toeder Eduard ,Dorothea,Julius

  104. Tomschin Erich ,Frieda,Erika

  105. Topel Paul   Ernst /Wilhelmine ,Hermine ,Carl /Henriette / Auguste ,Fritz (SBC1/40)

  106. Troyke Wilhelm,Albertine ,Hermann

  107. Tübbesing Hildegard

  108. Urlaub Hermann ,Emilie ,Louis ,

  109. Vette Lukas 

  110. Voss ,Willi ,Irma ,Kurt (LKBa18/44)

  111. Waurich August (GKh3/52)

  112. Wessler Karoline (GG55)

  113. Wegner Olga

  114. Wenzel Walter,Anna,Karin ,Herbert (LKBa17/44)

  115. Wilke Albertine

  116. Woizeschke Karl (KKCs129/45†)

  117. Wuske Johann ,Caroline ,August

  118. Zaboth Minna geb.Flemming

  119. Ziervogel Aguste

  120. Ziessow Julianna ,Johann ,Hermann

  121. Zoeger Otto ,Emma (LKBh903)

 Fotos ,Geschichte,und Erinnerungen:

Belgard kreis lauenburg pommern

belgard kreis lauenburg pommern

Belgard alte Ansichtskarten :Gasthaus Lorenz ,die Schule,das Haus der Familie Lüpke ,und die 
Kirche in Belgard.In der alte Molkerei sind jetzt Sozialwohnungen untergebracht .
Das Innere der Kirche in Belgard kreis Lauenburg Pommern Ich bin das Licht der Welt Die Kirche in Belgard  früher."Ich bin das Licht der Welt" stand es auf dem Bogen über dem Altar ,in dem Gotteshaus.

Sohn des Lehrers em.  August Archut und seiner Ehefrau Maria  geb. Lietz , beide wohnhaft in Belgard  Kreiß Lauenburg in Pommern

August Archut und seiner Ehefrau Maria geb. Lietz , beide wohnhaft in Belgard  Kreis Lauenburg in Pommern.August war Lehrer ,und hat die Aberglauben und Bräuche, aus den Kreisen Bütow und Lauenburg verfasst :.http://www.buetowpommern.info/GeschichtenSagenMaerchen/download/Archut.pdf

August Archut und seiner Ehefrau Maria  geb. Lietz , beide wohnhaft in Belgard  Kreiß Lauenburg in Pommern

Grabstäte der Familie Archut in Belgard Kr.Lauenburg Pom.

 

 

 Die Geschichte des Dorfes bis 1912.

 Belgard, im Amtsbezirke Labehn, eine Landgemeinde von 332 Seelen. Der Ort, welcher nach polnischer Angabe Bialogród geschrieben wird, führte seinen heutige Benennung mit geringer orthographischer Abweichung schon in ältester Zeit: Belegrad, Belgart, Belgard. Nur einmal, ca. 1402,wird für die Ortschaft der Name Bealagora ( Weißer Berg ) gebraucht, aber vermutlich irrtümlich. Älteste Geschichte der Ortschaft. Belgard ist der älteste nachweisbare Ort des Kreises, nach welchem der ganze auf dem rechten Lebaufer befindliche Teil des Lauenburger Kreises den Namen “ Kastellanei Belgard  erhalten hat. Die Vorgeschichte dieses Ortes ist deshalb in der ältesten Darstellung des Kreises ausführlicher behandelt worden, an dieser Stelle können nur die rein örtlichen Verhältnisse zur Sprache gebracht werden. Belgard ist etwa 15 Kilometer Nordwestwärts von Lauenburg entfernt und auf einem Hügel abhange erbaut, an dessen Fuße der so genannte Landechower Bach dem Lebaflusse zuströmt. Dieser Bach, aus vier Quellen entstehend, von denen die bedeutendste dem Tonnenbruche im Labehner Grunde entquillt und Zuflüsse von Koppenow und Klein Massow erhält, die sich alle oberhalb Belgard zu einem Gewässer vereinigen bildet hier eine Schlucht, den sogen. “ hohlen Grund“. Der Name Pranz ist eine volkstümliche Bezeichnung zugleich für das Tal, wie für den Mühlenbach selbst und leitet sich ab vom slawischen Prąd - Stromschnelle. Unmittelbar hinter dem Dorfe tritt der Bach in das Lebatal, nimmt seinen Lauf durch die Belgarder und Ganser Wiesen und wird dann von der Lebe aufgenommen. Die durch diesen Bach bedingte Erdformation trägt sowohl infolge der natürlichen Beschaffenheit ( steil abfallende Hügel, Bach und Wiese), als auch der noch heute deutlich erkennbaren künstlichen Abstiche und Schüttungen unzweideutig das Gepräge eines ehemaligen Burgwalles, wie solches nicht nur durch die Sage und Überlieferung, sondern auch durch die Geschichte genügend bestätigt wird. Das ehemalige Schloss Belgard stieß an den jetzigen Kirchhof; die künstliche Böschung daselbst wird heute noch im Munde des Volkes das “Bollwerk“ genannt, obgleich schon seit Jahrhunderten kein Bollwerk mehr vorhanden ist. Das ganze Gelände, auf welchem sich dieses geschichtlich wichtige Naturdenkmal befindet, ist gegenwärtig Eigentum des Gasthofbesitzers Ziessow daselbst. Wenn nun im Jahre 1209 die Landschaft Belgard urkundlich zum ersten Male erwähnt wird, so lässt sich hieraus ohne weiteres auf ein mehr als hundertjähriges Bestehen des Burgwalles, von dem sie den Namen führt, schließen ( Pommerellisches Urkundenbuch Seite 13). Auch eine Besiedelung hat das Schloss, wie alle derartigen Burgwälle schon in sehr früher Zeit umgeben, ohne dass wir auch die schon im geschichtlichen Teile erwähnten Hofbeamten des Herzogtums gerade in unmittelbarer Nachbarschaft des Burgwalles zu suchen brauchen. Die Festungsanlage ist vermutlich in ältester Zeit keine andere gewesen, als die übrigen ähnlichen Bauten; in dem erbitterten Bruderkampfe aber zwischen Herzog Swantopolk und Ratibor erhielt Belgard eine ungewöhnlich starke Befestigung und diente dem Herzoge Ratibor zugleich als Ausfallstor*) gegen das Stolper Land. Nach jener Zeit verlor es zwar seine Bedeutung als Burgplatz, galt aber immer noch als Hauptort der nach ihm benannten Kastellanei. Die Anlage der ältesten Mühle ebenso wie die des Kretschems stammt auch schon aus dem Jahre 1296, da ein Mann Namens Nikolaus Sartor ( Schneider) die Erlaubnis zur Erbauung einer Mühle erhielt nebst den dazu gehörigen Wiesen und Holzungen. Der Krug befand sich in der Nähe der Mühle ( Pommersches Urk.Buch Seite 492). - Belgard war herzoglicher, d.h. fiskalischer Besitz, blieb auch nach Erwerbung durch den deutschen Orden ein zinspflichtiges Komthurei Dorf und wurde später  eben wegen des ihm anhaftenden fiskalischen Charakters - ein so genanntes Amtsdorf. Schon, im 14.Jahrhunderte war es von seiner einstmaligen Höhe herabgesunken, zunächst als Festung. Der deutsche Orden setzte allen pommerellischen Burgwällen grundsätzlich die größte Geringschätzung entgegen*) und die bis in die neueste Zeit erhaltenen Rudera der alten Burgen waren nur die Überbleibsel aus jener herzoglichen, d.h. Vor Ordenszeit, an welche - von einzelnen sagenhaften Ausgestaltungen abgesehen - kaum eine geschichtliche Erinnerung noch anknüpfte. Nur wenigen fachkundigen Männern blieb es vorbehalten, auf die einstmalige Bedeutung dieses Platzes hinzuweisen. *)
Die Entwickelung des Ortes. Der Orden wandte seine Aufmerksamkeit und Pflege ausschließlich der von ihm neu gegründeten Stadt und Burg Lauenburg zu; Belgard trat in die Reihe aller übrigen Zinsdörfer zu kulmischem Rechte ein und erhielt seine Handfeste am 13. Dezember 1354 durch den damaligen Komthur von Danzig, Namens Kirsilies. Es wurde dem ehrsamen Martin zur Besetzung durch die Bauern übertragen, wobei der Erbnehmer selbst das erbliche Schulzenamt mit zwei Hufen erhielt. Die Gesamtzahl des dörflichen Besitzes betrug 20 Hufen; die Bedingungen für Ablieferung des Zinses, die örtliche Gerichtsbarkeit, der Bischofs und Kirchendezern waren die üblichen (Komthurei Buch K. B. Nr. 100 ). Diese an sich kleine Ortschaft gewann aber doch im Laufe der Zeit einen größeren Aufschwung durch Wilderer Richtung eines eigenen Kirchspieles, Ansetzung von Gärtnern und - durch Bewilligung von drei Kretzmen ( Gastwirtschaften ). Dieses war der Zustand im Jahre 1437, da es als deutsches Dorf bezeichnet wir mit 20 Huben. Die Mühle zinset allein 5 Mark jährlich und 30 Hühner. Von zehn angesetzten Gärtnern zahlte jeder einen Findung. Von den drei Kretzman war damals gerade einer “ wüst“, die anderen entrichteten einen Jahreszins von zwei Mark. - Dieser Zustand blieb annähernd der gleiche im Laufe der folgenden zwei Jahrhunderte. Aus der Beschreibung der Lande Lauenburg und Bütow im Jahre 1658 erfahren wir, dass das Dorf damals aus 27 Hufen und 11 Gärten bestanden habe ( die 5 Priesterhufen sind offenbar mit eingerechnet); dass die Bewohnerschaft aus einem Freischulzen, sechs Bauern, einem Gärtner und einem Müller bestanden habe, deren Namen : Schulz, Kreger, Hauschild, Porin, Vlis, Sabisch und Plat (Vett?) gewesen (NB. der Name Priebe ist durch einen Zufall weggeblieben P), dass das Freischulzenamt drei Hufen umfasst habe, nämlich die ursprünglichen zwei Freihufen und eine zinsbare Bauernhufe. Sie hätten zum Vorwerke Krampe Dienste zu leisten. Seit jener Zeit haben sich die Besitzverhältnisse des Dorfes wenig geändert; denn nach der Darstellung vorn Jahre 1784 befanden sich hier ein Freischulze, sechs Bauern, ein Krüger, der ebenfalls ein Freimann war, ein Kossäte, ein Büdner, ein Holzwärter für den noch immer geschützten kleinen Wald und ein lutherischer Schullehrer, ferner eine sogen. Plebanei, das heißt ein dem Probste von Lauenburg gehöriges Ackerwerk mit gutem Ackerboden und Wiesen, in ganzen 14 Feuerstellen. Weiter erfahren wir, dass der Mühlenbach einen Reichtum an Forellen gehabt habe und dass die Belgardsche Erbwassermühle mit einem oberschlägigen Gange die Ortschaften Krampe und Belgard zu Zwangsrnahlgästen hatte. In der Statistik vom Jahre 1835 wird dasselbe Dorf aufgeführt mit einer Holzkate ( Holzwärterhaus) und einer Mühle. Nach der heutigen Darstellung (Ortschronik des Herrn Lehrers Radiske, welcher auch mehrere der weiteren Mitteilungen entnommen sind) gliedert sich die besitzende Bevölkerung wie folgt: 11 Hofbesitzer, davon 3 Vollhöfe und 8 halbe Höfe; unter den letzteren ist einer aber nur ein vergrößertes Büdnergrundstück, 2 Mühlenbesitzer, 2 Gastwirte, 4 Büdner und ein Plebanei Pächter. Die älteste Familie im Orte ist die Familie Priebe, die sich schon im Jahre 1613 im Besitze des älteren Mühlengrundstückes befand. Besitzer des Lehnschulzenhofes war in der Zeit vorn Jahre 1658 bis 1826 eine Familie Vette oder Fett gewesen ( wahrscheinlich ist der in der Landes Aufnahme angegebene Name Plet oder Plat nur durch einen Schreibfehler entstanden). Nachfolger durch Kauf wurde Heinrich Hasse; jetziger Besitzer Pomrehn. Das Grundstück der ebenfalls alteingesessenen Familie Beyer wurde im Jahre 1900 zerstückelt; Gemeindevorsteher ist seit 1874 der Hofbesitzer Schröder, seit Einrichtung der renovierten Kirche 1890 dekoriert ( Kronenorden 4. Klasse) und Mitglied des Kreis Ausschusses seit 1878. Der Adresskalender des Jahres 1905 nennt die Besitzer: Schröder, Pomrehn, Sonntag, Knaack 1 und 2. Strehlow, Priebe, Redemske 1 und 2 und Bewersdorf, den Plebaneipächter Rüttimann, die beiden Mühlensbesitzer Priebe und Klopp, die Gastwirte Ziessow und Ehrhard, sowie den schon genannten Lehrer Radiske, zugleich Standesbeamter. Die Einwohnerzahl bewegte sich in den letzten 30 Jahren zwischen 283 und 344 Seelen, fast ausschließlich evangelischer Konfession. Als Durchgangspunkt für die größere Handels und spätere Poststraße hat Belgard eine gewisse Bedeutung genossen, obgleich der Verkehr nach Danzig größerer Abkürzung wegen über Labehn, Bresin, Neustadt geführt wurde. Die Dorfstraße selbst wurde schon in den Jahren 1845 - 46 chaussiert, die übrige Chausseeanlage erfolgte erst im Jahre 1856 - 57. Im Jahre 1881 wurde eine Posthilfsstelle eingerichtet, Telefonverbindung seit 1884. Die am 1. November 1905 zwischen Lauenburg und Leba hergestellte Eisenbahn ließ den Ort zur Seite liegen und wies ihn auf die benachbarte Station Landechow hin. Die zweite Mühle ( sogen. Obermühle) wurde im Jahre 1858 erbaut, die Dampfmolkerei ist eine Anlage vom Jahre 1893; im Jahre 1906 haben mehrere Besitzer des Dorfes für ihren eigenen Hausbedarf eine Wasserleitung angelegt. Der Waldbestand der Ortschaft umfasst heute noch ca. 100 Hektar.  Die Ausflussgräben auf den sogenannten Raumwiesen wurden um das Jahr 1900 bedeutend gebessert und im Jahre darauf wurden diese nach Ablösung als Servitutwiesen an die einzelnen Besitzer neu aufgeteilt.
Die kirchlichen Verhältnisse. Nach der Mitteilung Schwengels hat sich hier ursprünglich nur eine dem hl. Markus gewidmet? Schlosskapelle befunden. In der Tat werden hier schon im Jahre 1257 zwei Priester genannt, Andreas und Wocech, vermutlich Schlosskapläne, von welchen der eine auch die bei Belgard befindliche Georgskirche zu bedienen hatte (Pom. Urk.  Buch Nr. 168). Nach dem Eingehen des Schlosses bei Beginn der deutschen Ordensherrschaft ist jedenfalls die Schlosskapelle ebenso wie die Georgskapelle in Verfall geraten und noch bei der Privilegierung des Ortes ist von einer Pfarrkirche im Orte selbst nicht die Rede (1354); sie muss sich aber in den folgenden 40 Jahren als Bedürfnis herausgestellt haben, denn sie wird um das Jahr 1400 als eine wohldotierte, ja als die höchst besteuerte Kirche aufgeführt, da sie 2 1/2 Mark jährlich an den Bischof zu entrichten und von 50 Hufen d.h. einem Kirchspiele von dieser Hufenzahl ihm Abgabe zuzuführen hat. Die Dotation scheint aus dem ehemaligen Schlossgrunde entstanden zu sein, die außerhalb der in der Fundation angegebenen Bauernhufen sich befand. Im Jahre 1492 soll sich hier ein Kuratus Hilarius, ein artium magister ‚befunden haben. Auch in dem Zinsregister vom Jahre 1437 kommen die Priesterhufen nicht zur Berechnung. Während der Reformationszeit tritt die Kirche öfter hervor, schon im Jahre 1540, als der damalige Bischof Nikolaus Dziergowski hierher eine Reise unternahm, zunächst freilich nur, um seine Güter im Kreise Lauenburg zu besuchen. Die Ältesten des Kaspels Kirchspiels) Weyer und Krockow-Roschütz setzten schon damals dem Bischofe Widerstand entgegen, während andererseits berichtet wird, dass Krockow die Bischofsgelder sogar gewaltsam von der Gemeinde eingezogen habe ( Thym  5.45 ) In Wirklichkeit scheint die katholische Gemeinde sich bereits völlig aufgelöst zu haben, mag immerhin die Pfarrkirche bei allen Visitationsberichten und sonstigen kirchlichen Nachrichten ( 1583 unter Rożdrazewski,1642 nach dem Kirchenschriftsteller Darnalewicz, 1686 unter Madalinski, 1749 nach Schwengel) jedes Mal als bestehend geführt sein. Als sie im Jahre 1644 ungeachtet jedes mangelnden Bedürfnisses zugleich mit ihrem Areale den Katholiken zurückgestellt wurde, hinderte dieser Umstand doch nicht den völligen Verfall des Kirchengebäudes, ja selbst der ehemalige Benediktions Titel war in Vergessenheit geraten und wurde erst im Jahre 1766 wieder aufgefunden Purificationis beatae Mariae Virginis) . Inzwischen war das Kirchengebäude selbst zusammengestürzt und nur noch ein Kirchturm auf einem Sandberge, der sich aber auch stark zur Seite neigte, bezeichnete ihre ehemalige Stelle. Gottesdienst wurde darin noch bis zum Jahre 1834 und zwar an jedem 6. Sonntage gehalten; im Jahre 1837 wurde das gesamte Inventar der Pfarrkirche in Lauenburg überwiesen; 1845 erfolgte der Abbruch; im Schematismus der Diözese Kulm für das Jahr 1848 wird Belgard als Filiale von Lauenburg für erloschen erklärt. Es verblieb den Katholiken aber außer dem etwa 400 Morgen betragenden Pfarrgrundstücke noch ein solches in Labuhn, welches erst im Jahre 1874 mit Genehmigung des bischöflichen Stuhles an einen Besitzer Birr verkauft wurde; ferner der alte Kirchhof, auf welchem schon seit langer Zeit auch die Evangelischen ihre Leichen begruben und welcher von letzteren gegen Umtausch einer sogen Schulwiese erworben wurde, endlich die Kirchenglocken, die aber auch im Jahre 1900 für 500 Mark von der evangelischen Gemeinde gekauft wurden, womit die letzten Ansprüche der Katholiken auf den ehemaligen Kirchplatz erloschen.
Die evangelische Lehre hatte hier im Jahre 1541 schon festen fuß gefasst, denn in diesem Jahre wurde ein evangelischer Prediger, Namens Johann Starost, hierher berufen. Hundert Jahre lang erfreute sich die evangelische Kirche hierselbst einer großen Blüte, sie galt als Mutterkirche von Labehn; zwei Geistliche wirkten an derselben, von welchen der eine in deutscher, der andere in polnischer Sprache predigte, da  wie es heißt “ die meisten adeligen Dörfer polnisch sein‘. Als aber im Jahre 1644 die Kirche den Evangelischen genommen und den Katholiken wieder zurückgegeben wurde, zerstreute sich die evangelische Gemeinde, indem ein Teil sich nach Charbrow, ein anderer nach Groß Jannewitz, noch andere sich nach Garzigar wandten. Endlich im Jahre 1782 erbaute sich die Gemeinde ein evangelisches Schulhaus, welches in Ermangelung eines Gotteshauses auch Kirchenzwecken diente. Ihre Toten begruben sie aber immer noch auf dem katholischen Kirchhofe, die Missalien entrichteten sie an den Pfarrer von Lauenburg und bis zum Jahre 1884 teilweise auch nach Roslasin. Erst im Jahre 1890 er hielt der Ort durch die Bemühungen des nachmaligen Superintendenten Bogdan eine evangelische Kirche, welche, ohne dass ein Filiale Verhältnis obwaltete, der zu Labehn koordiniert war, aber dem gleichen Geistlichen unterstand. Bald erfuhr die Kirche einen Erweiterungsbau durch Anfügung eines Turmes und einer Apsis; die Einweihung geschah am 21. Dezember 1902. Die völlige Trennung beider Kirchen wurde ausgesprochen am 1.Oktober 1905.

 

Der Schloßberg zu Belgard ,und die schwarze Margaret.
Das Dorf Belgard hat seinen Namen (,‚weiße Burg“) von der Burg, die einst auf dem Schlossberg an der Chaussee nach Vietzig stand. Auf dieser saßen um das Jahr 1200 die Herzöge des Landes Belgard, welches den größten Teil des Kreises Lauenburg umfasste. Das Schloss ist schon 1238 zerstört, der Sage nach verwünscht worden.

„Verwünscht“ wurden auch die drei Prinzessinnen, die darin wohnten. Sie sind öfter gesehen worden, wenn sie des Abends an den Simmel-(d. h. kalten) Bach hinabsteigen, um sich dort zu waschen. Leute, die auf der Landstraße vorüberkamen, haben sie gesehen, manchmal auch nur das Rauschen ihrer Kleider gehört. Die verwünschten Prinzessinnen sehnten sich nach Erlösung. Einst baten sie einen Mann, der ihnen in der Nacht begegnete, er möge sie schweigend dreimal um den Schlossberg tragen, dann würden sie erlöst. Er solle sich nicht fürchten; denn es werde ihm nichts geschehen, er solle sich nur nicht umschauen. Der Mann war dazu bereit. Als er den dritten Rundgang machte, erhob sich plötzlich hinter ihm ein furchtbares Getöse, und die Kleider wurden ihm vom Leibe gerissen. Es packte ihn die Angst, und er wandte sich um. Da war alles verschwunden; er befand sich allein am Anfang des Berges.
Ein andermal begab sich ein Mann in den gewölbten Eingang des Schlosses. Dort begegneten ihm zwei hässliche Tiere, die er küssen musste. Dann kam eine hässliche Kröte, die dasselbe verlangte. Aus Furcht und vor Ekel weigerte er sich und verlor seine Mütze. Die Kröte aber war die älteste der drei Prinzessinnen. Nun blieben alle drei unerlöst. Das verwünschte Schloss ist in die Erde versunken. Eine Vertiefung in der Mitte des Berges bezeichnet den Eingang zu demselben. Vor dem Schloss liegt in der Tiefe ein Drache oder eine große Schlange, die den Zugang bewachen. Einst ließ sich ein mutiger Lehrer des Ortes an einem von mehreren Bauern gehaltenen Seile hinabgleiten. Doch als er unten war, riss er schnell wiederheftig am Seil; das war das verabredete Zeichen, ihn wieder emporzuziehen. Oben angelangt, berichtete er, die Schlange mit den feurigen Augen sei mit aufgesperrtem Rachen auf ihn eingedrungen, da habe er sich schleunigst retten müssen. Seitdem hat sich niemand mehr hinuntergewagt.
Eine Weiterbildung der Sage vom „wilden Jäger“ ist die Geschichte von der „schwarzen“ oder „rossetummelnden Margareth“, auch „Margaretha Sprenghengst“ genannt, die von Belgard bis zum Lebamoor im Westen und bis zu den Dünen ihr spukhaftes Wesen treibt. Auch sie hauste auf der weißen Burg und war eine Nichte des Herzogs Ratibor, der dort wohnte und bei dem Dorfe Krampe noch ein kleineres Jagdschloss besaß. Sie war eine leidenschaftliche Jägerin, und wie ihr männlicher Gegenpart schonte sie weder Mensch noch Vieh, weder Saatfeld noch Kapelle, wenn sie mit ihrer Meute dahinraste. Sonntag und Alltag waren ihr gleich. In frevlem Übermut durchschoss sie einst das Herz der heiligen Jungfrau, deren Bild am Kreuzwege stand. Zur Strafe fand sie auch im Tode keine Ruhe. Immer noch jagt sie zur nächtlichen Stunde mit ihrem geisterhaften Gefolge durch die Lüfte. Nur einmal im Jahr hat sie Ruhe, das ist am Sankt Margarethentag, dem 18. Juli. Da sitzt sie am Simmelbache und jammert und klagt und winselt um Erlösung.
Einst kam ein Bauer daher, den bat sie flehentlich, sie über den Bach zu tragen, sich aber nicht umzusehen, was immer auch geschehen möge. Der Mann hatte Mitleid und nahm sie auf den Rücken. Kaum aber hatte er seinen Fuß ins Wasser gesetzt, als er hinter sich ein wildes Getöse vernahm, das immer lauter und schrecklicher wurde. Er hörte das Rufen der Jäger, das Gekläff der blutgierigen Meute, das Klagen und Stöhnen des verfolgten Wildes. Da konnte der Mann nicht mehr weiter, er blieb stehen und sah sich um. In demselben Augenblick vernahm er einen verzweiflungsvollen Schrei, der ihm durch Mark und Bein ging. Die Frau war von seinen Schultern geglitten und mitsamt dem Spuk verschwunden. Eine Weile noch stand der Mann von Schrecken gelähmt still und blickte um sich. Nichts war zu sehen. Das flache Wasser im Bach floss über die Kieselsteine wie vorher. Zitternd und bleich kam er nach Hause und erzählte das Erlebnis seiner Frau. Die wusste sofort, dass er die schwarze wilde Jägerin getragen hatte und ihrem Bann verfallen war. Sie kniete mit ihm vor dem Muttergottesbild nieder, betete laut mit ihm und für ihn und besprengte ihn mit Weihwasser; da war der Bann gelöst.Ein Lyrisches Oper zu dem Thema schrieb ein bekannter Komopnist und Musiker Reinhold Bergell geboren in Karmpe.   

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